kino in der hansa

Mi., 21.11. | Hansafilmpalast

20:00 Das Griechenland Soli-Komtee zeigt:

"In Kiel ist Revolution" Ein Film von Kay Gerdes und Klaus Kuhl Der Matrosenaufstand im November 1918 leitete das Ende des Kaiserreichs ein. Die Kieler Revolutionäre veränderten den Lauf der Geschichte und schufen den Boden für die Weimarer Republik. Der Film beleuchtet detailliert die Ereignisse im November 1918 an der Förde und stellt sie in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang.
Historisches Film- und Bildmaterial, Aufnahmen der Originalschauplätze, Interviews aus den 1970er und 80er Jahren mit Zeitzeugen der Ereignisse (darunter auch mit Lothar Popp, einem der Anführer der Bewegung von 1918) und Einordnungen durch den Historiker und Noske-Biografen Wolfram Wette dokumentieren die revolutionären Ereignisse in Kiel aus damaliger und heutiger Sicht.
Die Filmmusik hat Gerhard Folkerts komponiert. Als Sprecher hat sich der Schauspieler und Synchronsprecher Rolf Becker zur Verfügung gestellt.
Am 24. April hatte der Film im Kieler Metro-Kino seine Premiere. Mit 400 Zuschauer war der Kinosaal bis auf den letzten Platz besetzt - über 150 weitere Kartenanfragen konnten nicht erfüllt werden. Dabei ist das Metro-Kino selber Teil der Kieler Geschichte – fanden doch in seinen Räumen die großen Versammlungen der Arbeiter- und Soldatenräte statt.

Eintritt: Gegen Spende

Di., 27.11. | Hansafilmpalast

20.00 Filmemacher-Stammtisch

Interessierte sind herzlich eingeladen. Mehr Infos unter www.filmszene-sh.de .

Di., 04.12. | Hansafilmpalast

20:00 Die Rote Hilfe Kiel und der Asta der CAU präsentieren: Hamburger Gitter (Doku über die Proteste gegen den G20 Gipfel, 2018).

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Vor 18 Monaten kam es im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg zu den größten linksradikalen Protesten seit langem in Norddeutschland. Diese Gegenproteste waren im Vorfeld, aber vor allem während des Gipfels und danach von bisher unerreichter Kriminalisierung und Repressionen begleitet. Aus diesem Anlass zeigt die Kieler Ortsgruppe der Roten Hilfe zusammen mit dem AStA der Uni Kiel im Rahmen den Film "Hamburger Gitter". Anschließend wird es ein Diskussion zum Thema "Polizeistaat bei G20 und die Perspektiven für zukünftige linke Mobilisierungen" geben, an der neben einem Mitglied der Ortsgruppe auch eine Anwältin aus Hamburg und ein*e Vertreter*in des Bündnisses "United we Stand" teilnehmen wird.

Der Trailer von „Hamburger Gitter – Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ löst bereits ein beachtliches Interesse in den sozialen Netzwerken aus, wenige Wochen bevor sich die Ereignisse in Hamburg zum ersten Mal jähren. Der Film stellt das Vorgehen von Polizei und Justiz in den Mittelpunkt, 12 Expert*innen und 5 Betroffene ziehen darin Bilanz.

Der Film fragt: Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Mit welcher Leichtigkeit konnten die Behörden agieren? Welche Methoden der Ausnahmesituation werden langsam zur Normalität? Und welche Gesellschaft zeichnet sich da am Horizont ab? Antworten geben u.a. Rafael Behr (Prof. für Polizeiwissenschaft, Akademie der Polizei Hamburg), Christiane Schneider (Hamburger Bürgerschaft), Heribert Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung); der Pressesprecher der Polizei Hamburg; der junge Aktivist Fabio V., der vier Monate in Untersuchungshaft saß, seine Anwältin und Vorstand im RAV, Gabriele Heinecke; sowie viele weitere aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus.

Der Hintergrund: bis zu 170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurückzugewinnen. „Mit allen Mitteln“, war selten so wörtlich zu nehmen wie im Fall der G20-Verfahren. Eine Öffentlichkeitsfahndung von noch nie dagewesenem Ausmaß stellte über zweihundert Menschen mit vagen Verdachtsmomenten „an den Pranger“ und die Boulevard-Presse „spielte den Hilfssheriff“. 30 Wohnungen und Häuser wurden mit hoch bedenklichen Begründungen durchsucht und ein linkes Medienportal vom Innenminister verboten.

Eine Redaktionsgruppe des Videokollektivs „leftvision“ ging der Frage nach, ob die Befugnisse der Sicherheitsbehörden auf den Prüfstand gehören? Droht die Gefahr, dass bei echten politischen Krisen alle Dämme des Rechts brechen, die den Bürger vor staatlicher Willkür schützen sollten? 13 Kameraleute filmten das Material während der G20-Tage welches ein umfangreiches und detailliertes Panorama in diesem Dokumentarfilm ermöglicht. Einschätzungen von 17 Protagonist*innen bilden den inhaltlichen Faden eines Films der weit über die Ereignisse vom Juli 2017 hinaus geht.

Filmlänge: 80 Minuten
Premiere: 22.06.2018 Berlin, Kino International, 21:40 Uhr
Hafen-Preview: 21.06.2018 Hamburg
Ein Film von: Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard, Luca Vogel

Eintritt: Gegen Spende

Di., 11.12. | Hansafilmpalast / politische Bildung

20:00 Film & Gespräch "Weiße Geister – Der Kolonialkrieg gegen die Herero" (D | 2004), im Anschluss Gespräch mit Ovaherero-Aktivist Israel Kaunatjike

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Anlässlich des 100. Jahrestages des Kolonialkrieges in Südwestafrika, dem heutigen Namibia, im Jahr 2004 beleuchtet der Film „Weiße Geister – Der Kolonialkrieg gegen die Herero“ dieses dunkle Kapitel deutscher Kolonialgeschichte und fragt nach einem angemessenen Umgang mit der Vergangenheit.
Geht es allein um finanzielle Entschädigung oder muss sich Wiedergutmachung politisch umfassender gestalten? Der Film begleitet den in Berlin lebenden Ovaherero Israel Kaunatjike nach Namibia und folgt den Spuren und Erinnerungen des Genozids an den Ovaherero und Nama in den Jahren 1904-1908. Wir freuen uns, Israel Kaunatjike persönlich zur Veranstaltung begrüßen zu können. Der Ovaherero-Aktivist ist Mitglied im Bündnis „Völkermord verjährt nicht“ sowie Ehrenmitglied der Ovaherero Stiftung in Namibia.

Im Anschluss an den Film von Martin Baer wird er vom andauernden Kampf der Ovaherero um Anerkennung und Entschädigung berichten sowie Fragen aus dem Plenum beantworten.

Eintritt: frei

Di., 18.12. | Hansafilmpalast

20.00 Filmemacher-Stammtisch

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Interessierte sind herzlich eingeladen. Mehr Infos unter www.filmszene-sh.de .



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