Februar 2018 in der hansa48

Do., 01.02. | Kunst

19:30 Frauen und Italien: Arte*Letteratura*Società* präsentiert: Kunstausstellung mit Werken von Giuliana Pugliese

Giuliana Pugliese wurde in Valsinni (Italien) geboren. Sie studierte Malerei an der Accademia Albertina delle Belle Arti in Turin. Sie hat sich mit zahlreichen Themen beschäftigt, unter anderem: Träume und Psychoanalyse, mexikanischer Wandbilder und Wandmalerei auf Sardinien. Im Jahr 2006 wurde sie in San Giorgio Lucano für ein Projekt zur Rolle der Frauen im süditalienischen Brigantentum ausgezeichnet. 2006 zog sie nach Padua und wurde Mitglied einer unabhängigen Künstlergruppe. Seit 2010 lebt und arbeitet sie in Berlin.
https://giulianapugliese.wixsite.com/giulianapugliese
Das Projekt F*ALS. Frauen und Italien: Arte*Letteratura*Società* beschäftigt sich mit dem Thema der Gleichstellung von Frauen in Italien in den Bereichen Kunst, Literatur und Gesellschaft. Das Projekt findet im Rahmen vom Ideenkontest 2.0 Neue Wege zur Gleichstellung von Frauen und Männern an der Philosophischen Fakultät der CAU zu Kiel statt.
https://frauenals.tumblr.com

Eintritt: frei

Do., 01.02. | Lesung

20:30 Frauen und Italien: Arte*Letteratura*Società* präsentiert: Buchvorstellung „Donne mobili. Die Frauenmigration von Italien nach Deutschland 1890-2015“ mit der Autorin Lisa Mazzi

Über das Buch:
Über die italienische Migration in der ganzen Welt ist inzwischen vieles bekannt, wenig wurde aber über die Teilnahme der Frauen am Migrationsprozess geschrieben. Noch weniger ist über die grundlegenden soziokulturellen Veränderungen gesagt worden, mit denen sich die Frauen in ihrer neuen Umwelt auseinandersetzen müssen. Das Buch untersucht die verschiedenen Formen der Auswanderung und die Erfahrungen der italienischen Frauen in Deutschland und folgt dem Verlauf der Geschichte, von den Anfängen am Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Über die Autorin Lisa Mazzi:
Lisa Mazzi wurde in Modena (Italien) geboren. Sie studierte Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Bologna und an der CAU Kiel. Sie war lange Zeit Dozentin am Institut für Angewandte Sprachwissenschaft der Universität des Saarlandes. Jetzt lebt sie in Berlin. Sie gehört zu der Gruppe „Letteratura decentrata" (italienische Autoren in Deutschland) und ist Vorsitzende des Frauennetzwerks Retedonne e.V.
https://www.shaker-media.eu/de/content/bookshop/index.asp?ISBN=978-3-95631-305- 9&ID=2

Eintritt: frei

Fr., 02.02. | Party

20:00 Sternhagelschön! – die Frauen*Lesben*Trans*Inter*-Only-Party

Die Sternhagelschön-Party für Frauen*Lesben*Trans*Inter*-Only (FLTI*-only) geht auch im neuen Jahr in die nächste Runde. Am 02.Februar erwartet euch eine DIY-Disco mit Conny!
Um 20 Uhr öffnet die Kneipe für euch die Tore. Für nette Gespräche, was zu Trinken und Essen ist gesorgt. Ab 21 Uhr könnt ihr zu eurer selbst mitgebrachten Lieblingsmusik abgehen. Also bringt eure Lieblings-CD's mit und überrascht uns mit einem wilden, bunten Musikmix! Wie ihr euch als DJ*ane anmeldet könnt, findet ihr auf unserer Facebook-Seite heraus. Zieht euch bequemes Schuhwerk für einen tanzreichen Abend an! Wir freuen uns auf euch.

https://www.facebook.com/sternhagelschoen/

Eintritt: 3,-

Sa., 03.02. | Theater

20:00 Die Autonome Antifa Koordination Kiel, die Rosa-Luxemburg-Stiftung SH und die Hansa48 präsentieren: Nö Theater: Inside AfD

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Herbst 2017. Irgendwo in Deutschland. Die führenden Köpfe der AfD träumen von der parlamentarischen Machtübernahme und dem schleichenden Sieg im Kampf um die Deutungshoheit von Begrifflichkeiten. Doch dann kommt alles ganz anders. Ihr Visionär und Hauptredner ist plötzlich verschwunden und an seiner Stelle betritt ein afrikanisches Chamäleon die politische Bühne. Die zunächst als Krise wahrgenommene Situation entpuppt sich für die AfD als große Chance sich tief in der Gesellschaft zu verankern. Ein moderner Barbarossa-Mythos entsteht.

Doch die Rechnung wurde ohne das Chamäleon gemacht...

Nach monatelanger Recherche erforscht das nö theater in „Inside AfD“ die Strategien und Mechanismen der Zeitgeistpartei. Gleichzeitig werden Fragen nach einem wirkungsvollen Umgang und der unfreiwilligen Instrumentalisierung durch die AfD gestellt.

Das nö theater wendet sich in „Inside AfD“ vom klassischen Dokumentartheater ab und sucht Antworten in einer lyrischen Entzauberung. Entstanden ist eine symbolische und sprachliche Achterbahnfahrt durch die BRD im postfaktischen Zeitalter.
www.noetheater.de

Eintritt: 10,- / 7,- (erm.) / 4,- (Hartz IV)

Di., 06.02. | Spielkultur

19.30 Skatabend

Jeden ersten Dienstag im Monat: Skatabend in der besten Kneipe umme Ecke. Alle Niveaus willkommen.

Mi., 07.02.| Hansafilmpalast

20:00 Jim Jarmusch Filmreihe: Stranger than paradise (OmU, USA, 85 min.)

Start der Jim Jarmusch Filmreihe im Februar mit dem Klassiker amerikanischer Independent-Filme.

Die exzessiven 80er in New York: Die Ungarin Eva besucht ihren Cousin Willie, der sich mit seinem Freund Eddie mit kleinen Betrügereien durchs Leben schlägt. Nach zehn Tagen verläßt Eva New York. Willie und Eddie gewinnen 600 Dollar beim Zocken und fahren nach Cleveland, wo Eva bei einer Tante lebt. Angeödet von der Langeweile der Provinz machen sie sich auf ins "Paradies" Florida.

Filme wie „Stranger than Paradise“ und „Down By Law“ zeigen das abgenutzte Gesicht der amerikanischen Zivilisationslandschaften. Jarmusch-Filme enthalten sich jeden soziologischen Kommentars; kein nostalgischer Kino- Glamour verklärt die Hoffnungslosigkeit und Leere der Protagonisten. Jarmuschs Helden sind Fremde in der Fremde: Außenseiter, Verlierer, Käuze. Jarmuschs Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auch im Paradies Florida eng, dunkel, kahl und kalt.

Eintritt: gegen Spende

Do., 08.02. | Alltagsausklang

20.00-21.00 Eine gute Stunde

Mal musikalisch, mal literarisch, mal nachdenklich, mal wundersam. Eine Gute Stunde bietet sechzig Minuten Alltagsausklang überraschenden Inhalts. Wer eine gute Stunde selbst gestalten möchte, melde sich im Kulturbüro.
Infos unter 0431-564657 oder info(at)hansa48.de

Eintritt frei - Hut geht rum

Do., 08.02. | Hansafilmpalast

19:30 Filmreihe: Debut! Große Namen, erste Filme 3.

Auch berühmte Regisseur*innen haben klein angefangen. Wir stellen herausragende Erstlingswerke vor und diskutieren mit Filminteressierten und Filmemacher*innen über Low-Budget-Produktion, Drehbuchideen und Genre- Regeln.

Eintritt: 4,-

Fr., 09.02.| Lesung

20:00 Leseabend F*ALS mit Studierenden der Italianistik

Die Literatur italienischer Schriftstellerinnen steht im Mittelpunkt des Abends. Es werden Texte auf Italienisch und/oder auf Deutsch vorgelesen: eine Reise durch die italienische Literatur - geschrieben von Frauen.
https://frauenals.tumblr.com/leseabend

Eintritt: frei

Sa., 10.02. | KampfKunst

20:00 Kampfstift Galactica: Comic Battle

Comicbattle: Ein Begriff, zwei Zeichner*innen, zwei Minuten, zwei Bilder, eine*r gewinnt. - Runde um Runde bis am Ende eine*r den supersecret Hauptpreis abräumt. Wer gewinnt entscheidet das Publikum nach Geschmack und Sympathie per Applaus.

Zwischen den Runden wird Rainer Heartbeat Zersteigern und Verstören. Auf den Teller kommen 7inch Singles für die sich eventuell mittlerweile die Künstler*innen schämen - aber nie der DJ. Das Startgebot sind immer 10ct und wenn niemand bietet, wird diese Rille für immer schweigen.

Eintritt: Spende für die Zeichner*innen

So., 11.02. | Konzert

15:00 Cakes & Concerts mit Billy Liar

folk-punk Singer/Songwriter aus Edinburgh. Scotland’s finest angry young man and acoustic punk poet.
https://officialbillyliar.bandcamp.com/album/lies-lied-live

Eintritt: gegen Spende

Di., 13.02. | Kunst

19:30 Vernissage: Finn Martens: „Why not be sad for a little while, it ́s Ok!“

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Einiges darf als Querschnitt durch den kreativen Output des freischaffenden Künstlers und Illustrators Finn Martens aus den Jahren 2016, 2017 und 2018 verstanden werden.
Ein Grundthema dabei ist stets die Melancholie in all ihren Formen, die sich als treibende Kraft durch die unterschiedlichen Werke zieht – und so steht über allem das ermutigende: „Why not be sad for a little while, it ́s Ok!“
Vernissage mit Sektempfang unter musikalischer Begleitung an den Plattentellern von Rainer Heartbeat und FABI mit Perlen aus Pop und Wave.

Eintritt: frei

Mi., 14.02. | Hansafilmpalast

20:00 Das Griechenland SoliKomitee zeigt: Wer rettet wen? (OmU, 104 min.)

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Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit Seit acht Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht.

Retten wir die Griechen, Spanier, Italiener?

Griechenland hat „Hilfspakete“ über 240 Mrd. € erhalten. Gerettet wurden damit aber nicht die Griechen. Seither sind Investitionen um 50 Prozent zurückgegangen. 50% der Jugendlichen sind arbeitslos. Apotheken geben Medikamente nur noch gegen Bargeld aus. Gerettet wurden die privaten Banken, Versicherungen und Hedgefonds. Praktisch nur bei Ihnen war Griechenland bis 2009 verschuldet. Mittlerweile sind diese Schulden auf uns übertragen, auf die europäische Steuerzahler! Wir haben dadurch etwa 300 Mrd. € Schulden mehr.

Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen ein Geschäftsmodell! Selbst der konservative Ökonom Hans-Werner Sinn hat ausgerechnet, dass diese Rettungsschirme nur im Interesse der 5% der Reichsten der Welt sind, während wir um unsere Altersversorgung bangen müssen.

Wer versteht, kann sich wehren

Viele Menschen ahnen, dass da etwas schief läuft. Sie fühlen sich ausgeliefert, weil sie das Spiel der Milliarden nicht verstehen. Der Film „Wer rettet Wen“ wird helfen, die eigenen Interessen zu erkennen, die Strukturen der Finanzmärkte zu durchschauen.

Ein Film von unten

Ein Filmprojekt, das Mächtigen kritisch auf die Finger schaut, kann nur unabhängig finanziert werden. Die Premiere fand durch Kleinveranstalter, Privatpersonen und politische Gruppen in 150 Städten gleichzeitig am 11. 02. 2015 um 20 Uhr statt. Das Griechenland-Solikomitee Kiel war Teil dieses Konzepts eines „Film von unten“.
www.griechenlandsolikiel.de

Eintritt: Gegen Spende

Mi., 14.02. | Schallplattenliebe

20:00 Vinylitäten Kabinett

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Beim Vinylitäten Kabinett bekommen lokale Djs die Möglichkeit ein spezielles Set zu spielen, welches sie immer schonmal auflegen wollten, aber noch nie die Möglichkeit dazu bekommen haben.

Zum Valentinstag 2018 präsentiert DJ, Musiker und Labelbetreiber Gu ausschließlich Songs in deren Titel das Wort "Love" (in diversen Nominal-, Verb-, Adjektiv-, Adverb etc... Formen) vorkommt. Und natürlich nur von Schallplatte.

Eintritt: Spende für den DJ

Do., 15.02. | Improtheater

20:00 Szenenexpress

Improtheater vom Feinsten. Seien Sie überrascht, jede Szene ist eine Premiere.

Eintritt: 9,- / 6,- (erm.) / 4,- (HartzIV)

Fr., 16.02. | Konzert

21:00 Kneipenkonzert #84 Magnifused

Magnifused ist der Name einer fünfköpfigen Schmiede von "Funky Stoff", einer Band, die sich der Komposition von groovigen, an Soul, Funk und Jazz orientierten Songs verschrieben hat: Stefan Aschermann, Fred Schulz, Björn Kralemann, Jürgen Dohrmann und der aus England stammende Soulperformer Tim Drewing schreiben und spielen Black Music in einer stilistischen Mischung aus 70er-Funk und jazzigem Soul sowie aktuellerem funky Rhythm & Blues. Hier wird nicht gecovert, bestenfalls gekonnt zitiert – es werden Erinnerungen wach an die Sounds von Curtis Mayfield, Sly & Family Stone oder der 60er Jahre Staxx und Motown Künstler, aber auch an modernere Klänge à la Prince, Level 42 oder Jamiroquai.
http://magnifused.de
https://www.facebook.com/Magnifused

Eintritt: 3,-

Sa., 17.02. | Konzert

20:00 Just a little bit Dangerous Shows präsentieren: Little Whirls + Mood Change

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Little Whirls // Indie-LoFi (HH)
Little Whirls sind eine Supergroup aus Hamburg, die keine Supergroup ist. Mit der Erfahrung aus Bands wie Schrottgrenze, Herrenmagazin und ehemals Kommando Sonne-nmilch, möchte man meinen, dass Little Whirls mit entsprechender Breite auftreten. Man erwartet ausgeklügelte Sounds und dampfende Hymnen, epische Riffs und beherrschte Rhythmen – Gott sei Dank werden wir damit nicht bestraft. Little Whirls sind Profis, keine Frage. Aber nicht die Sorte, die die Musik zur Schlachtbank führt. Mitunter klingt es so, als hätten die Little Whirls Kaufkassetten von Teenage Fanclub oder Guided by Voices mit ihren eingestaubten Kassettenrecordern im Ping Pong Verfahren zu eigenen Aufnahmen überspielt. Ihre Musik darf Lo-Fi sein und sie darf lärmen. Ihr Debut 'Rearrange The Comfort Zones ' erschien 2017 auf unbreakmyheart records.
https://littlewhirls.bandcamp.com/releases

Mood Change // IndiePunk (Kiel)
Irgendwo zwischen gitarrenlastigem 90's Indie und garagigem Post-Punk dürften euch die Gesichter von Mood Change aus Bands wie den Detectors, No Weather Talks oder den Stumbling Pins bekannt sein. Im Februar releasen Mood Change ihre erste EP als Tape über das Kieler Kassettenkollektiv 'Marderschaden DIY'.
https://www.facebook.com/MoodChangeBand/

Eintritt: 5,- bis 7,-

So., 18.02. | Konzertschmaus

15:00 Cakes & Concerts: Ok Sweetheart

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Wie immer beim Cakes and Concerts gilt feinste vegane Süßigkeiten und Leckereien für den Magen und Sonntagnachmittags kompatibles für die Ohren. Dieses Mal wunderschöne Popsongs von und mit Ok Sweetheart

In ihrem gesamten Karriereverlauf hat die in New York geborene und in Oklahoma geschulte Sängerin/Liedschreiberin selten Ruhe gehalten, ihre beruflichen Wurzeln in San Francisco, Los Angeles und Denton/Texas geschlagen, die ganze Zeit unter ihrem Künstlernamen OK Sweetheart gearbeitet und ist diesem stets gerecht worden. Nachdem sie ihr erstes Album „Home“ in 2011 veröffentlichte, wurde sie in Seattle sesshaft und machte sich die ergiebige Musikgemeinde des Pazifischen Nordwestens zunutze, schrieb Songtexte, nahm und trat mit den eindrucksvollsten Talenten der Region auf und spielte Spitzen-Konzertauftritte an den meist angepriesenen Veranstaltungsorten und Festen. Als ein Magnet für talentierte und leidenschaftliche Menschen hat Austin auch Brücken gebaut, erfolgreiche Verbindungen zwischen ihresgleichen und Kollegen durch vertraute Heim- Konzerte, Dinner-Partys, Sozialarbeit und andere kreative Zusammenarbeit hergestellt.

In sehr vieler Hinsicht hat ihre Anwesenheit die Stadt bereichert. Aber so sicher wie der Wind wehen muss, bleibt Austin ihrem rastlosen Naturell treu. Mit Austin im Mittelpunkt der Geschichte, ist die Zeit jetzt reif für das nächste Kapitel von OK Sweetheart.

Dieses Kapitel ist mit OK Sweethearts brillantem neuen EP „Far Away“ vertont. Geschrieben und aufgenommen während des letzten Jahres sprudeln diese fünf Lieder mit dem nötigen Selbstvertrauen und Vermögen, um sich emotional und körperlich weiter zu bewegen. Auch wenn sie mit dem Ort, den sie Heimat nennt, verbunden ist, schaut Austin immer in Richtung Horizont.

“I left them all behind/For a flicker of light/When the darkest night/Was barely in my sight,” singt sie in “Raging Flame”. Dieser Song ist eine eindrucksvolle, bluesartige Ballade, schwelend und sinnlich in Tempo und spärlich in der Instrumentation. „Far Away“ ist ein Wurlitzer-angetriebener Popsong über Selbst-Sabotage und Austins neu entdeckter Entschlossenheit, schlechte Angewohnheiten abzustellen. "We Can Do It" setzt noch ein weiteres Ziel zum Verfolgen: „See it in the distance, just a little bit/I think we can get there, can you handle it?“ In seinem antreibenden Backbeat und schalenweise Gitarren-Feedback, umfasst das Lied unverfroren Rock‘n’Roll mehr als jede vorherige in dem OK Sweetheart Katalog. Jedes Lied findet Austin verpflichtend und unkontrollierbar angetrieben in ihren eigenen Instinkten erliegend, angezogen zu einem fernen Punkt – in einer Beziehung oder in ihrer Karriere, suchend nach einem sicheren Ort, getrieben durch Unruhe, Furcht, Stärke und Belastbarkeit.

Wie immer ist Austins Stimme umwerfend. Ausdrucksvolle Instrumente, erschaffen für jegliche Art von zeitlosen amerikanischen Popsongs, die sie so mühelos wiedergibt. „Far Away“ ist ihre erste Veröffentlichung mit ihrer langjährigen Begleitband, Gitarrist Michael Porter, Bassist Jeremy Buller und Schlagzeuger Alex Westcoat. Zusammen mit Austins eigenem entwickelten Songwriting, erweiterten die Produzenten Ryan Hadlock (Brandi Carlile, Cee-Lo Green) und Andy Park (Macklemore, Death Cab for Cutie) die Palette von OK Sweetheart zunehmend zu dessen traditionellem Volkspop – eine unwiderstehliche Mischung aus Indie Rock und Soul.

Weitere Zeichen ihrer Entwicklung: In 2017 hat Austin ein neues Management-Team und einen europäischen Engagement-Beauftragten eingesetzt; am Anfang von 2018 wird OK Sweetheart das erste Mal in Europa auf Tournee gehen, in Deutschland, der Schweiz, in Österreich und in den Niederlanden auftreten. Es ist ein großer Schritt. Austin wird ihre Lieder natürlich von Zuhause mitbringen, die die Fans quer durch die USA schon so lange geliebt haben, und sie bringt ebenfalls diesen neuen Stapel mit, der eine neue Seite ihrer Band – und von sich selbst – zeigt. Die einzige Regelmäßigkeit ist Veränderung, und Austin ist schon einen Schritt vorausgegangen.

Eintritt: Es geht ein Hut rum.

Mi., 21.02. | Hansafilmpalast

20:00 Jim Jarmusch Filmreihe: Down by Law (OmU, USA, 102 min.)

Zweiter Teil der Jim Jarmusch Filmreihe im Februar. Gelegenheitszuhälter Jack (John Lurie), der arbeitslose Discjockey Zack (Tom Waits) und der italienische Tourist Roberto (Roberto Benigni) landen - mehr oder weniger unschuldig - in der gleichen Zelle im Orleans Parish Prison. Roberto weiß, wie man aus einem Gefängnis ausbricht, weil er das einmal im Kino gesehen hat. Nach einer abenteuerlichen Flucht durch die Sümpfe Louisianas steht das Trio schließlich unvermittelt vor einer Imbißbude.

Filme wie „Stranger than Paradise“ und „Down By Law“ zeigen das abgenutzte Gesicht der amerikanischen Zivilisationslandschaften. Jarmusch-Filme enthalten sich jeden soziologischen Kommentars; kein nostalgischer Kino- Glamour verklärt die Hoffnungslosigkeit und Leere der Protagonisten. Jarmuschs Helden sind Fremde in der Fremde: Außenseiter, Verlierer, Käuze. Jarmuschs Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auch im Paradies Florida eng, dunkel, kahl und kalt.

Eintritt: gegen Spende

Do., 22.02. | Politische Bildung

19:30 Podiumsdiskussion: Rechte Mobilisierungen im ländlichen Raum

Analysen und Gegenstrategien von Kommunalpolitik, Zivilgesellschaft und kritischer Wissenschaft

Rückt das Dorf nach rechts? Aktuelle Medienberichte stellen Wahlerfolge rechter Parteien wie der AfD in der Bundesrepublik oder des Front National in Frankreich als ein überwiegend ländliches Phänomen dar, das in engem Zusammenhang mit Fragen der Benachteiligung ländlicher Räume steht. Auch die Wahl Donald Trumps zum US- amerikanischen Präsidenten wird durch einen Gegensatz zwischen einem liberalen, vor allem großstädtischen und einem reaktionären, eher ländlichen Milieu erklärt. Wenngleich diese Gegenüberstellung zwischen Stadt und Land stark vereinfacht und als Erklärung für die gegenwärtige Präsenz rechter Bewegungen unzureichend ist, so ist dennoch nach der ländlichen Dimension des Erfolgs rechter Mobilisierungen zu fragen: Unterscheiden sich diese Mobilisierungen zwischen Städten und ländlichen Regionen? Wie werden Strukturprobleme ländlicher Räume darin aufgegriffen? Daran schließt die Frage an, wie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Dörfern und Kleinstädten begegnet werden kann.
Die Veranstaltung diskutiert diese Fragen aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Erstens adressiert Prof. Dr. Florian Dünckmann (CAU Kiel) rechte Mobilisierungen aus der Perspektive einer Politischen Geographie, die dieses Phänomen in seiner Räumlichkeit zu verstehen versucht. Zweitens stellt Christopher Vogel (Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus - für demokratische Kultur in Hessen e.V.) als Vertreter zivilgesellschaftlich und kommunalpolitisch orientierter Beratungsnetzwerke Befunde vor, inwieweit rechte Bewegungen besonders in ländlichen Räumen aktiv sind und was daraus für antirassistisches Engagement folgt. Drittens gibt Thomas Lemke (ehem. Pastor der Ev.-Luth. Bartholomäus-Kirchengemeinde Boostedt) Einblicke, wie auf lokaler Ebene in Schleswig-Holstein mit rechten Mobilisierungen umgegangen wird. Mit diesem Dreiklang möchte die Veranstaltung sowohl zum Verständnis rechter Bewegungen in ländlichen Räumen als auch zur Diskussion möglicher Gegenstrategien beitragen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Jahrestagung des Arbeitskreises „Ländlicher Raum“ statt, die vom 23.- 24.02.2018 am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgehalten wird.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein.
www.uni-muenster.de/AKLaendlicherRaum

Eintritt: frei

Do., 22.02. | Alltagsausklang

20.00-21.00 Eine gute Stunde

Mal musikalisch, mal literarisch, mal nachdenklich, mal wundersam. Eine Gute Stunde bietet sechzig Minuten Alltagsausklang überraschenden Inhalts. Wer eine gute Stunde selbst gestalten möchte, melde sich im Kulturbüro.
Infos unter 0431-564657 oder info(at)hansa48.de

Eintritt frei - Hut geht rum

Fr., 23.02. | Konzert

20:00 Bart Budwig

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In Oregons weit nordöstlichen Regionen, tief in den Wäldern der Eagle Cap Wilderness versteckt, befindet sich eine Hütte namens Sabai. Die Hütte liegt auf einer Klippe mit Blick auf den Fluss Minam. Es enthält einen Holzofen, der beim Anzünden eine Rauchsäule durch die klare Bergluft sendet. Wenn die Lampen in der nahe gelegenen Hütte ausgehen, können Sie allein auf der Veranda der Hütte sitzen und der Weichheit der Welt zuhören, während sie sich dreht eine numinoide und befreiende Begegnung, getragen auf dem Rücken alter Dinge; Wind, Wasser, Stille, Erde. Es war hier in dieser parochialen Stille, mit einem Feuer, das sanft zu seiner Seite knackte, wo der in Idaho geborene Pflücker Bart Budwig seine Solo Melodien verewigte. Während Budwigs Platten für ihre gesamte Bandproduktion und ihre facettenreichen Arrangements bekannt sind, entkleiden ihn viele seiner Live Shows und lassen ihn alleine auf der Bühne stehen. Für einige kann dies eine seltenere, intimere Angelegenheit sein. Ein Mann, eine Gitarre, ein einzelner Scheinwerfer. Es ist dieses Ambiente, diese rohe Intimität, die Budwig mit seiner sechsten LP "Sabai" festhalten will.
Das Album wurde während eines zweitägigen Aufenthalts in der Minam River Lodge aufgenommen und besteht aus zehn Songs, die die Lücke zwischen Budwigs rasantem Touring, Leben und den ruhigen Gefühlen einer Saison schließen. Es gibt ein Gefühl der Befreiung zu den Liedern, die von frischen bardischen Liedchen zu älteren, angstvolleren Stiefel trodden Balladen reichen. Zu diesem Zweck weben sich Themen der Heimkehr durch das Album.
www.bartbudwig.com

Eintritt: 7,- / 5,- (erm.)

Sa., 24.02. | Hansafilmpalast

19:30 Die LaDIY Fest Kiel Crew präsentiert: "Telling The Truth Is Very Revolutionary"

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SHE'S BEAUTIFUL WHEN SHE'S ANGRY ist eine Dokumentation über die Entstehung der feministischen Bewegung von 1966-1971 in den USA. Als Inspiration für die 8. März Demo in Kiel 2018, die an den Woman*s March Kiel des letzten Jahres anknüpft, zeigt die LaDIYfest Kiel Crew den Film am 24. Februar um 19:30 Uhr im Hansafilmpalast der Hansa48.

Der Film zeigt eine starke feministische Bewegung, voller Kraft und Wut, romantisiert aber nicht etwa die Geschichte der Entstehung, sondern behandelt auch die Kontroversen, die bis heute diskutiert werden. Dabei geht es vor allem um die Fragen nach weißem Dominanzfeminismus, nach Heterodominanz in der feministischen Szene und weiteren Machtfragen. Schwarze Frauen, Lesben, Trans und Inter* (FLTI*) und FLTI* of Color z.B. mussten immer schon auch einen Kampf innerhalb einer weiß dominierten feministischen Szene führen. Kämpfe, die bis heute andauern und Diskurse, die auch noch heute von Feminist_innen geführt werden.

So soll der Film eine Motivation und Inspiration für uns alle sein, die Kontroversen innerhalb eines feministischen Kollektivs zu führen und gemeinsame Wut und Kämpfe auf die Straße zu tragen. Heute, wie damals!

SHE'S BEAUTIFUL WHEN SHE'S ANGRY ist ein Film über Aktivist_innen, als Inspiration für FLTI* und auch Männer feministisch zu handeln und solidarisch für Feminismus und Gleichberechtigung zu kämpfen.

Eintritt: Gegen Spende

Di., 27.02. | Spielkultur

20.00 Doppelkopfabend

Regelmäßig am letzten Dienstag im Monat doppelkopfen mit Tischwechsel, immer neuen MitspielerInnen, und am Ende was zu gewinnen. Ein großer Spaß!

Di., 27.02.| Hansafilmpalast

20.00 Filmemacher-Stammtisch

Interessierte sind herzlich eingeladen. Mehr Infos unter www.filmszene-sh.de.

Mi., 28.02.| Hansafilmpalast

20.00 Jim Jarmusch Filmreihe: Gimme Danger (OmU, USA, 104 min.)

Dritter Teil der Jim Jarmusch Filmreihe im Februar. GIMME DANGER, Jim Jarmuschs mitreißende Doku über die legendäre Band The Stooges und ihren Frontmann Iggy Pop, den „Godfather of Punk“.

„Keine andere Band in der Geschichte des Rock 'n' Roll kommt an die Stooges heran – und an ihre Kombination aus heftigem, urgewaltigem Hämmern, zugedröhntem Psychedelic und Blues-a-Billy-Grind mit lakonischen, von Existenzangst geprägten Texten und einem Frontmann, der wie ein zähnefletschender Leopard auf und ab stolziert und dabei irgendwie Nijinsky, Bruce Lee, Harpo Marx und Arthur Rimbaud in sich vereint. Die Stooges sind einzigartig, während sie ihrerseits zum Vorbild zahlloser Gruppen wurden. Der Film ist eine Liebeserklärung an die womöglich größte Rock-n-Roll-Band aller Zeiten.“ - Jim Jarmusch

Mitten in den 60er Jahren schlugen The Stooges mit ihrem gewaltigen und energischen Stil wie eine Bombe in die Musiklandschaft ein. Mit ihrem Mix aus Rock, Blues, R&B und Free Jazz hat die Band aus Ann Arbor, Michigan das Musikpublikum quasi überfallen und damit den Grundstein für das gelegt, was später gemeinhin als Punk und Alternative Rock bekannt wurde. Jim Jarmuschs GIMME DANGER ist die Chronik der Geschichte von The Stooges – eine der größten Geschichten des Rock’n’Roll.

Die Dokumentation wirft einen einzigartigen Blick auf die Erfolge und Misserfolge der Band und erzählt von Inspiration, dem harten Weg zu kommerziellem Erfolg und dem musikalischen Vermächtnis einer Band, die nicht nur musikalisch eine der wichtigsten ihrer Zeit war.

Eintritt: gegen Spende



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